Ästhetik
Pulverstrahl-Reinigung (Air-Flow)
Bei der Pulverstrahl-Reinigung wird ein
Gemisch aus Wasser, Luft und einem für den Zahnschmelz
unschädlichem Salz unter hohem Druck auf die Zähne
gesprüht, wodurch die Zahnoberfläche von unschönen
Belägen, wie Raucher- oder Kaffee/Tee-Belägen
gereinigt wird. Diese moderne Art der Belagentfernung
ist in vielen Zahnarztpraxen Teil der halbjährlichen
Prophylaxe-Sitzungen
und viel zahnfreundlicher und effektiver als die dauerhafte
Benutzung sog. Whitening-Zahnpasten, welche durch ihre
Schmirgelwirkung die Zähne möglicherweise nachhaltig
schädigen können.
Zahnschmuck
Eine echte Modeerscheinung sind die so genannten "Dazzlers",
"Twinkles", "Zahn-Tattoos"
o.ä. Darunter versteht man kleine Edelsteine oder
Goldsymbole, die ohne großen Aufwand auf den Zahn
aufgeklebt werden und einige Jahre halten. Man sollte
allerdings bedenken, dass sie Kariesbakterien zusätzliche
Nischen bieten; dies erfordert eine verbesserte Mundhygiene
und Zahnpflege. Zusätzlich muss vor dem Auftragen
des Klebers der gesunde Zahnschmelz mit einer Säure
angeätzt werden, was zumindest eine vorübergehende
Schädigung bedeutet.
Piercing
[Lippenband-Piercing]
[Zungen-Piercing]
Piercing, das Durchstechen von Körperteilen mit
kleinen Metallsteckern, ist gerade im Mundbereich ein
umstrittenes Thema. Zungen-Piercing bzw. das
Piercing des Lippenbändchens können ernsthafte
Entzündungen hervorrufen und sogar die Zähne
durch Abrasion und Abplatzer schädigen. Jedes Piercing
bedeutet immer auch das Risiko einer Entzündung
oder Allergie. Jedoch stellt sich die Frage, ob
es besser ist, als Arzt das Piercing generell zu verweigern
oder wenigstens unter sterilsten Bedingungen
in der Praxis durchzuführen, die in Piercing- oder
Tattoo-Studios häufig nicht vorzufinden und für
den Laien meist nicht nachprüfbar sind. Man sollte
daher bei der Wahl des Piercing-Studios äußerst
vorsichtig sein bzw. das Piercing besser gleich bei
einem Arzt seines Vertrauens machen lassen.